–Driverless– Unsere Helden der Woche – 28. März 2017



Wer sind wir?

Wir sind der jüngste Bereich des Team Starcraft und wir beschäftigen uns mit der Umsetzung eines autonomen Fahrzeugs für die Formula Student Germany.

Was haben wir mit dem Bau eines Rennwagens zu tun?

Ein komplettes Auto für autonomes Fahren bauen wir nicht. Dennoch passen wir das Vorjahresfahrzeug an, so dass es in Hockenheim als Rennwagen ohne Fahrer an den Start gehen kann.

Der Umbau in ein für autonomes Fahren entwickeltes Fahrzeug bringt aber seine ganz eigenen Schwierigkeiten mit sich. Denn es muss einiges angepasst werden, wie bspw. die Bremsen und die Lenkung, die vorher von einem Fahrer betätigt werden mussten. Hierfür werden nun Motoren eingebaut, die das nötige Drehmoment, bzw. die nötige Kraft aufbringen. Beschränkungen sind uns hier durch die Bauweise des Fahrzeugs und den Regeln der Formula Student Germany bezüglich des Platzbedarfs und der Leistung gegeben.

Ein weiteres wichtiges Gebiet, das von unseren Teammitgliedern bearbeitet wird, ist die Wahrnehmung der Umgebung mittels Sensoren, mit Hilfe von Kameras, GPS und IMU. Kameras spielen bei der Entwicklung einer zuverlässigen Erkennung eine der wichtigsten Rollen. Sie sollen erkennen, wo wir uns gerade auf der Strecke befinden und wo wir hinfahren wollen. Dies passiert über eine Bilderkennung der Kegel, die die Strecke begrenzen. Dafür entwickeln wir momentan Algorithmen mit Hilfe von OpenCV, einer Bildverarbeitungssammlung, die diese Aufgabe in Echtzeit erledigen können.

Die Sensoren und Motoren müssen natürlich auch mit Strom versorgt und richtig angesteuert werden. Dazu müssen sie in das elektrische Kleinspannungsnetz des Fahrzeugs eingebunden werden. Weiterhin müssen einige der Notfallsysteme, die von der FSG vorgeschrieben werden, angepasst und entwickelt werden. Für die korrekte Ansteuerung der Motoren für Bremse, Lenkung und Gas müssen die Sensordaten zusätzlich noch von Fehlern und Rauschen, durch eine Zustandsschätzung mittels Kalman Filter, befreit werden. Dann kann die noch zu entwickelnde Regelung das Auto so steuern, dass für eine je nach Situation angepasste Geschwindigkeit die Rennstrecke ohne Abweichungen oder Umstoßen von Kegeln autonom gefahren werden kann.

Wo liegen unsere Schnittstellen vereinsintern oder -extern?

Schnittstellen haben wir eigentlich zu jedem anderen internen Bereich. Umbauten am Auto können nur in Absprache und Zusammenarbeit mit den anderen technischen Bereichen durchgeführt werden. Sponsorenwerbung und Marketing-Kampagnen können nur sinnvoll umgesetzt werden, wenn sie in Absprache unserer Anforderungen und Bedingungen mit diesen Bereichen entwickelt wurden. Gerade für die Außenwirkung wurde erst kürzlich ein Vortrag zum Bereich „Driverless“ bei dem diesjährigen Kleinmaschinenkolloquium der Technischen Universität Ilmenau gehalten. Weitere Vorträge werden zur M-E-NES in Bad Neustadt am 05. Mai 2017 und zur International Student Week Ilmenau (iswi) am 17. Mai 2017 gehalten. Ebenso werden wir am am Tag der offenen Tür der TU Ilmenau an einem Stand die Fragen der zukünftigen Studierenden und deren Eltern bezüglich unseres Projektes beantworten.

Wann Treffen wir uns?

Unsere Bereichstreffen finden derzeit jede Woche Montag um 17 Uhr im Humboldt-Bau Raum 201 statt.

Abschließende Worte vom Bereichsleiter:

„Im Driverless-Team leben wir ganz nach dem Motto, drink more – drive less!